„Ich war allein mit kleinen Kindern, als die Bulldozer ankamen. Es war beängstigend!“ (Sangita Singh, 40)

Über 2,5 Millionen Menschen in Nepal leben in Slums. Viele davon schon seit Generationen. Auf der Suche nach einem besseren Leben in einem der ärmsten Länder der Welt, haben sie sich mühsam ihre eigenen, kleinen Existenzen aufgebaut in einem Staat, in dem jeder Tag einem Kampf um´s pure Überleben gleicht. Die Siedlungen – meist an Flussufern gebaut – glichen kleinen Dörfern. Jeder kannte jeden, es wurde sich gegenseitig geholfen, es gab sogar eigene Slum-Schulen, welche die Kinder gerne besuchten. Dort trafen sie ihre Freunde und die Eltern waren froh, dass ihre Kinder die Möglichkeit hatten, eine Schule zu besuchen. Denn sie wissen: Bildung ist ein Weg aus der Armut. Seit dem 25.04.2026 steht die Welt der Bewohner dieser Slums auf dem Kopf. Unangekündigt und ohne Vorwarnung kamen Heerscharen von Polizisten. Sie hatten große Bagger dabei, welche die Behausungen dem Erdboden gleich machten. Die neue Regierung hatte angeordnet, die Slums sofort zu vernichten, die Menschen zu vertreiben. Verzweifelt und fassungslos mussten die Bewohner dabei zusehen, wie ihr weniges Hab und Gut binnen Sekunden zerstört wurde. Im Chaos wurden Familien getrennt, Kinder schrien nach ihren Eltern, Hoffnungslosigkeit und Angst lässt die Menschen verzweifeln. Was jetzt gerade in Nepal passiert ist eine humanitäre Katastrophe unmenschlichen Ausmasses!

Die Shanti Leprahilfe, ein vor Ort in Kathmandu ansässiger Verein, mit welchem wir sehr freundschaftlich verbunden sind, versucht den Menschen zu helfen, so gut sie können. Aber es sind so viele, die Hilfe benötigen. Das Elend und Leid ist unermesslich, berichtet uns Shanti. Unermüdlich sei man dabei, noch ein wenig Hab und Gut aus den Trümmerhaufen zu retten, die Menschen mit Nahrung zu versorgen, organisiere Transporte und versuche, die Opfer dieser Katastrophe menschenwürdig unterzubringen. Mit unglaublichem Einsatz versuchen die Shanti Mitarbeiter den Menschen zu helfen, die Hilfe am dringendsten benötigen. Den Alten, den Müttern, den Kindern, den Kranken…

Bitte spenden Sie an die Shanti Leprahilfe, damit die Not zumindest ein wenig gelindert werden kann. Und wir alle hoffen und wünschen uns, dass die Regierung bald zur Vernunft kommen möge. Denn kein Mensch wählt freiwillig für sich und seine Kinder ein Leben in absoluter Armut.

https://shanti-leprahilfe.de/de/verein/spenden

https://kathmandupost.com/national/2026/04/30/evicted-new-mothers-and-children-struggle-in-temporary-shelters

https://kathmandupost.com/national/2026/04/27/they-built-lives-on-land-that-was-never-theirs-now-they-have-nothing

Alle Fotos: Bijendra Kunwar, Shanti Sewa Griha (Shanti Leprahilfe e.V.)