Neuigkeiten vom Verein und aus Nepal

“We Rapcha-people are very greatful for your continous support. Thank´s to all donors, members and supporter from the bottom of our hearts!“ Pancha Rai, Re:Help Projektkoordinator

Beginnend mit diesem Gruß von Pancha freuen wir uns, dass wir Ihnen wieder viele Neuigkeiten rund um unseren Verein und unsere Tätigkeiten in Nepal berichten dürfen.

Das von Re:Help finanzierte Sanitärgebäude wurde Ende Dezember 2025 pünktlich fertiggestellt und in einer feierlichen Zeremonie offiziell an die Schule übergeben. Die Kosten dafür beliefen sich auf ca. € 35.000,-. Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir anhand der Spendengelder dieses wichtige und dringend notwendige Projekt erfolgreich umsetzen konnten.

Ende Januar fand in Rapcha wieder ein zweitägiges Gesundheitscamp der Shanti Leprahilfe e.V. statt und über 700 Patienten erhielten kostenlose, medizinische Behandlungen. Re:Help unterstützt jedes Gesundheitscamp mit einer Spende an Shanti in Höhe von € 5.000,- und übernimmt die Kosten für Verpflegung, Unterbringung und Transport für das medizinische Team.

Mitte März veranstaltete die Band „Enthalpy“ die zweite Ausgabe des Benefizkonzerts „Metal Helps“ in der Homburger Papiermühle in Nümbrecht. Der Erlös in Höhe von € 6.666,- floss in die Produktion von „Lito“, einem äusserst nahrhaften Aufbaubrei. Ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren, welche in den westlichen Gebieten Nepals leben, leiden unter Mangelernährung und werden in ihrer gesamten geistigen und körperlichen Entwicklung geschädigt. Die Shanti Leprahilfe e.V. stellt in Kathmandu „Lito“ in eigener Produktion aus braunem Reis, Mais, Hülsenfrüchten, Linsen, Erdnüssen und Moringa her, welcher nicht einmal 50 Cent pro Portion kostet. Unsere Kinder in Rapcha leiden nahezu an keinen Mangelerscheinungen, da dort der Boden sehr fruchtbar ist und viele Lebensmittel selbst angebaut werden. Uns ist es aber ein großes Bedürfnis, über die Grenzen von Rapcha hinaus Hilfe zu leisten und den Kindern in anderen Regionen ebenfalls ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen. 

Ende März schrieben die Schüler des letzten Jahrgangs der Shree Basakhali Secondary School ihre Abschlussarbeiten und alle Kinder freuten sich auf die „großen Ferien“. Die freie Zeit nutzten unsere beiden Kindergarten- Erzieherinnen Maiya Devi und Rashmaiya für einen großen Frühjahrsputz im Kindergarten. Und auch um das Gebäude drum herum wurde fleissig Unkraut gejätet und neue Büsche angepflanzt. Die beiden sind ein sehr gutes Team und wir sind sehr dankbar dafür, dass sie sich so liebevoll um die Kleinen kümmern.

Die Kleinen spielen so gerne draußen, aber die angrenzenden Bäume bereiten große Probleme.

Leider gibt es ein großes Problem mit den Bäumen, welche auf dem Nachbargrundstück stehen. Diese werden im Frühling regelmässig von einer Raupenart mit giftigen Härchen befallen, welche heftige Haut- und Atemwegsreizungen auslösen. Gespräche mit dem Grundstücksbesitzer mit der Bitte, dass die Bäume gefällt werden, blieben leider erfolglos. Jedoch ist er einem Grundstückverkauf nicht abgeneigt und das School-Management-Team sowie Ortsvorsteher Chandra Rai stehen in intensivem Austausch mit ihm. Den Kaufpreis wird Re:Help übernehmen und das Grundstück an die Schule spenden.

Eine weitere Gefahr stellt während der Regenzeit das Dengue Fieber dar. Bis vor kurzem wurde die Tigermücke nur bis zu 2.100m nachgewiesen. In den letzten zwei Jahren hat sich Dengue aufgrund des Klimawandels im fast gesamten Land ausgebreitet und 76 der 77 Bezirke Nepals sind davon betroffen. Mit einer Zunahme von Erkrankungen im Dorf ist daher also zu befürchten.

Neuigkeiten gibt es auch aus dem Girls Hostel. Die bisherige Betreuungslehrerin Dolma Rai hat im April eine gesunde Tochter zur Welt gebracht. Ihre Stelle hat Lehrerin Phambi Rai seit Beginn des neuen Schuljahrs übernommen.

Phambi Rai übernahm die Stelle als Betreuungslehrerin im Girls Hostel.

Nach wie vor sind wir dabei, einen Nothilfefond für die benachteiligten Dorfkinder von Rapcha einzurichten. Dieses Vorhaben gestaltet sich jedoch etwas kompliziert und die örtlichen Behörden bzw. die Regularien erschweren die Umsetzung. Wir bleiben aber an diesem wichtigen Vorhaben dran.

Bezüglich unseres aktuellen Projekts „Kauf eines Gemeinschaftsfahrzeugs für dringend medizinisch notwenige Fahrten“ haben die Mitglieder des lokalen Nothilfeclubs RBC einen detaillierten Kriterienkatalog in Zusammenarbeit mit den Dorfkomitees und den örtlichen Behörden erstellt bzw. wird dieser derzeit nochmals überarbeitet. Dies nimmt viel Zeit in Anspruch, denn die Investition in Höhe von ca. 45.000,- muss wohl durchdacht und gut überlegt sein. Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Abschluß des Projekts spätestens im Herbst erfolgen wird.  

Ein dringender Hilferuf von Shanti erreichte uns Anfang Mai. Der neu ins Amt gewählte Premierminister liess alle Slums in Kathmandu räumen. Unangekündigt und ohne Vorwarnung kamen Heerscharen von Polizisten. Sie hatten große Bagger dabei, welche die Behausungen der Slumbewohner dem Erdboden gleich machten. Verzweifelt und fassungslos mussten diese armen Menschen dabei zusehen, wie ihr weniges Hab und Gut binnen Sekunden zerstört wurde. Mit unglaublichem Einsatz versuchen die Shanti Mitarbeiter vor Ort den Opfern zu helfen. Einschätzungen zufolge haben ca.  zwanzigtausend Menschen ihr zu Hause verloren und die Not ist schier unermesslich. An dieser Stelle sei erwähnt, dass nicht nur wir uns über eine Spende freuen, sondern auch Shanti Leprahilfe e.V. (https://shanti-leprahilfe.de/de/verein/spenden)

Verloren ihr Zuhause: die Slumbewohner von Kathmandu.

Liebe SpenderInnen, liebe Mitglieder!  Die Dorfgemeinschaft von Rapcha und wir von Re:Help bedanken uns von Herzen bei Ihnen, denn mit Hilfe Ihrer finanziellen Unterstützung können wir unsere Projekte in Nepal weiter vorantreiben und realisieren. Danke für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit!