Author: rena

…wie wenig es braucht, um einem anderen Menschen zu helfen!

Liebe Mitglieder, sehr geehrte SpenderInnen!

Wunderbare Tage in Nepal liegen hinter Renate und Achim Kotz und wir freuen uns sehr darüber, dass wir Ihnen viele gute Neuigkeiten berichten dürfen. Die Projektreise war mit Hilfe der grossartigen Unterstützung des Vereins Shanti Leprahilfe e.V. und unseres nepalesischen Projektkoordinators Pancha Rai ein voller Erfolg. Hier der ausführliche Reisebericht von Renate Kotz, der Sie an den Erlebnissen in Nepal teilhaben lassen möchte.

Die Tage vor unserer Abreise war mir ein wenig bang zumute. Zwischen purer Vorfreude auf das Dorf und die Menschen, die mir so sehr am Herzen liegen, war ich doch etwas in meiner Euphorie gebremst. Würde uns Corona so kurz vor unserem Reisestart einen Strich durch die Rechnung machen? Wenn mich diese Pandemie eines gelehrt hatte, dann: es kann sich alles in der letzten Minute ändern. Aber die Götter meinten es gut mit uns und am 25.11. landeten wir am internationalen Flughafen von Kathmandu. Nun war meine Vorfreude kaum mehr im Zaum zu halten! Schon beim Betreten der Fahrgasttreppe des Flugzeugs beim Aussteigen kroch mir ein liebgewonner Geruch in die Nase. Der Duft der verbrannten Kräuter und Räucherstäbchen, welche in der ganzen Stadt vor sich hin qualmten. Draussen wartete Pancha bereits auf uns und wir freuten uns sehr, ihn nach zwei Jahren coronabedingter Nepal-Abstinenz endlich wiederzusehen. Continue reading »

Ein Geschenk des Himmels

Liebe Vereinsmitglieder, liebe SpenderInnen!
In knapp einer Woche heisst es für Renate und Achim Kotz: Auf nach Nepal! 🇳🇵

Die gemeinsame Projektreise mit unseren deutschen Ärztinnen wurde zwar coronabedingt leider nochmals um ein Jahr verschoben, dennoch benötigen wir dringend ärztliche Versorgung im Dorf Rapcha. Der Verein „Shanti Leprahilfe e.V.“ betreibt in Kathmandu u.a. ein eigenes Krankenhaus 🏨 mit bestens ausgebildetem Personal. Mit Hilfe von Shanti bekommen wir die großartige Möglichkeit, den Dorfbewohner wichtige medizinische Behandlungen anzubieten. Während des Aufenthalts im Dorf wird ein nepalesisches Ärzteteam für zwei Tage ein Gesundheitscamp in Rapcha abhalten und die DorfbewohnerInnen in den Bereichen Dental, Gynäkologie und Allgemeinmedizin behandeln. 🤩 Tausend Dank an Shanti Leprahilfe e.V. – ganz besonders an die Gründerin Frau Marianne Grosspietsch! Wir sind gespannt auf die Zeit im Dorf, freuen uns auf das Wiedersehen mit den Menschen, die uns so sehr am Herzen liegen und hoffen, dass alles klappen wird!

Erfahren Sie mehr über Shanti Leprahilfe e.V. und die Projekte dieses Vereins auf https://shanti-leprahilfe.de/de/projekte

 

„Change the date“ oder „alles bleibt anders“

Wir haben lange hin und her überlegt, Risiken abgewogen, Möglichkeiten in Betracht gezogen und uns im Gedankenkarussell gedreht, ob wir das geplante Gesundheitscamp in Rapcha im Oktober durchführen sollen.
Nach Rücksprache mit unserem nepalesischen Projektkoordinator Panche Rai sind wir zum Schluss gekommen, dieses Projekt um ein weiteres Jahr zu verschieben. Es gibt einfach (noch) zu viele Ungewissheiten, welche Corona geschuldet sind, z.B. ob uns die Bezirksregierung die Genehmigung für das Gesundheitscamp erteilt hätte. Und sogar wenn wir die Genehmigung bekommen hätten (und davon gehen wir aus) hätte es passieren können, dass wir im allerletzten Moment dieses Projekt aufgrund von örtlichen COVID Massnahmen absagen hätten müssen. Und dann wäre der ganze Aufwand, die lange Anreise, die gesamte Organisation umsonst gewesen.
Natürlich sind wir sehr traurig über diese Entscheidung. Jedoch blicken wir nach Vorne und hoffen, dass sich die Situation in Nepal dauerhaft stabilisiert und im Herbst 2022 unser Ärzteteam die Dorfbewohner von Rapcha kostenlos medizinisch behandeln wird. Vereinsgründerin Renate Kotz überlegt derzeit noch, auf eigenes Risiko nach Nepal zu reisen – sollten es die Bestimmungen bis Ende November zulassen.
 „Ein zweites Jahr ohne Nepalreise ist für mich schwer vorstellbar. Der persönliche Austausch mit der Dorfgemeinschaft über die gemeinsamen Projekte ist ungemein wichtig. Vieles kann man per Email und Telefonaten klären, jedoch bleibt es dabei immer nur bei den wichtigsten Fakten. Es ist schwer, zwischen den Zeilen zu lesen und ein Gefühl für die Ängste und Nöte der Bewohner zu erahnen. Dies gelingt nur, wenn man vor Ort ist.“

 

Neuigkeiten aus Nepal

Sehr geehrte/r Spender/in, liebe Vereinsmitglieder!

Ein halbes Jahr ist vergangen, seit Sie unseren letzten Newsletter erhalten haben. Darin stand, dass die Pandemie schreckliche Auswirkungen auf Nepal hat. Leider hat sich daran nichts geändert. Zum Jahresbeginn sahen die Fallzahlen dort noch gut aus. Die Kurve wurde flacher und flacher und die Tourismusbranche bereitete sich auf die Frühjahrssaison vor. Der internationale Flughafen nahm seinen regulären Flugbetrieb auf und langsam trudelten wieder die Touristen ins Land. Doch die COVID-Welle aus Indien traf Nepal mit voller Wucht. Mitte Mai explodierte die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 9300 (bei ca. 28 Millionen Einwohnern). Der internationale Flughafen wurde geschlossen, die Regierung erliess für das gesamte Kathmandu-Tal und mehrere Bezirke den Lockdown. Das Gesundheitssystem ist auch ohne die Pandemie schon vollkommen überlastet. Doch nun platzen die Krankenhäuser aus allen Nähten. Viele Erkrankte sterben, weil sie keine Behandlung erhalten oder sich diese nicht leisten können. Es mangelt einfach an Allem: Sauerstoffgeräte, medizinisches Fachpersonal, Krankenhaus-betten, Beatmungsgeräten, Impfstoffen und vielem mehr. Und während die Bevölkerung ums Überleben kämpft, widmet sich die Regierung ihren Machtkämpfen und ruft zu Neuwahlen auf. Das Land scheint im Chaos zu versinken und die Bevölkerung ist auf sich allein gestellt.

Shanti versorgt die Kinder mit nahrhaftem Aufbaubrei (Foto: Shanti Leprahilfe e.V.)

Nepal droht nicht nur eine medizinische Katastrophe sondern auch eine Hungersnot. Und nach wie vor sind es die Menschen in den Städten, die besonders darunter zu leiden haben. Daher ist es wichtiger als je zuvor, die Arbeit von kleinen Hilfsorganisationen vor Ort zu unterstützen.  Wir haben deshalb erneut eine Spende in Höhe von EUR 6000 an die Shanti Leprahilfe getätigt, um deren Armenküche in Kathmandu zu unterstützen. Unter anderem fahren die Mitarbeiter von Shanti in die Slums und Armenschulen und verteilen dort an die Kinder und ihre Familien einen äusserst nahrhaften Aufbau-Brei aus Getreide, Hülsenfrüchten und Nüssen.

Was gibt es Neues aus Rapcha? Pancha war Anfang Februar gemeinsam mit seiner Familie nach Rapcha gereist, um nach langer Zeit seine Verwandten zu besuchen und auch, um die restlichen Arbeiten an der Mädchenunterkunft mit den Verantwortlichen und den Handwerkern zu besprechen. Die Fertigstellung des Gebäudes hatte sich aufgrund von nicht planbaren Ereignissen im Vorjahr und in diesem Jahr immer wieder verschoben. Lockdowns, Strassenblockaden, Mangel an Baumaterialien waren einige der Hindernisse, die sich einer planmässigen Fertig-stellung in den Weg gestellt hatten. Trotzdem wurde kontinuierlich am Gebäude weitergearbeitet. Die Unterkunft verfügt über 12 geräumige Schlafzimmer, insgesamt drei Toiletten, eine Dusche, eine Küche mit Aufenthaltsraum bzw. Esszimmer. Die Möbel werden alle von Hand geschreinert und der zeitliche Aufwand für den Innenausbau ist wegen der vielen Räume viel grösser, als angenommen wurde. Wir freuen uns schon auf den Tag, an dem wir die Mädchenunterkunft mit eigenen Augen bestaunen dürfen.

Die Eingangstür der Mädchen Unterkunft wurde liebevoll von Hand verziert

Panchas Ehefrau Sangita und einer seiner Söhne beim Familienbesuch in Rapcha (man beachte die Tasche)

Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir mit Pancha einen äusserst loyalen, ehrlichen und überaus engagierten Projektmanager gefunden haben. Er hat zu allen Verantwortlichen im Dorf einen sehr guten Draht und ist sofort zur Stelle, wenn es mal irgendwo „klemmt“. Es ist uns wichtig, dass alle an einem Strang ziehen, denn nur so können unsere Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden. Die Kosten-transparenz spielt eine wichtige Rolle, denn damit beugen wir und auch die Dorfgemeinschaft Korruption vor, die in Nepal durchaus Usus ist. In den letzten Wochen war unser Kontakt zu Pancha sporadischer als üblich. Er hatte sich am 30. April auf den Weg zu einer Expedition gemacht. Ziel: die Besteigung des Mt. Everest. Wir wissen, dass es ein grosser Traum von ihm war, den höchsten Berg der Welt zu besteigen. Am 24.Mai, gegen 1 Uhr morgens stand Pancha auf dem Gipfel. Wir waren sehr erleichtert, als uns seine Ehefrau Sangita am Pfingst-montag die Nachricht schickte, dass er es geschafft hat! Die Besteigung war bis Dato erst einem Bewohner aus Rapcha gelungen und wir gratulieren ihm von Herzen zu seiner ausserordentlichen Leistung.

Leider sind auch in Rapcha die ersten bestätigten Covidfälle aufgetreten. Die Schule und der Kindergarten wurden geschlossen und eine Ausgangssperre verhängt. Die Coronawelle breitet sich besorgniserregend auch in den abgelegenen Bergregionen aus.

An unseren Reiseplänen im kommenden Herbst halten wir fest – wie schön wäre es, endlich das geplante Gesundheitscamp im Dorf abzuhalten und den Dorfbewohnern wichtige, medizinische Behandlungen zukommen zu lassen. Wir bleiben optimistisch was unsere Reisepläne betrifft.

Liebe Spender/in, liebe Vereinsmitglieder! Auch wenn uns die Pandemie ab und zu Steine in den Weg legt, ist es uns aufgrund Ihrer großartigen finanziellen Unterstützung möglich, dort Hilfe zu leisten, wo sie benötigt wird. Wir freuen uns über jede Spende und danken Ihnen für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit!

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende auf das Konto von Re:Help e.V.
ACHTUNG! NEUE BANKVERBINDUNG!
Kreditinstitut: Volksbank Oberberg eG
IBAN: DE39 3846 2135 0027 1580 13
BIC: GENODED1WIL

 

Neuigkeiten aus Rapcha

Nach wie vor stehen wir im regelmässigem Kontakt zu unseren Projektleiter und Vertrauensmann Pancha Khaling Rai, der uns immer auf den aktuellsten Stand bezüglich unserer Projekte in Nepal bringt und uns auch fleissig mit Bildmaterial versorgt. Er war Anfang Februar gemeinsam mit seiner Familie nach Rapcha gereist, um nach langer Zeit seine Verwandten zu besuchen und auch, um die restlichen Arbeiten an der Mädchenunterkunft mit den Verantwortlichen und den Handwerkern zu besprechen. Nun ist er wieder in Kathmandu und hat uns seinen Projektbericht geschickt, auf den wir schon sehr neugierig waren.

Die Arbeiten am Gebäude der Mädchenunterkunft, welches nach Fertigstellung bis zu 50 Schülerinnen und 2 Lehrerinnen beherbergen kann, sind gut vorangeschritten und „das Grobe“ ist geschafft. Nun sind die Handwerker dabei, die Innenräume zu gestalten. Die Unterkunft verfügt über 12 geräumige Schlafzimmer, insgesamt drei Toiletten, eine Dusche, eine Küche mit Aufenhaltsraum bzw. Esszimmer. Die Möbel für die Räume müssen noch geschreinert, das Gebäude Continue reading »

Rückblick und Ausblick

Sehr geehrte/r Spender/in, liebe Vereinsmitglieder!

Vor über fünf Jahren bebte in Nepal die Erde. Tausende Menschen verloren ihr Leben und über eine halbe Million Nepalesen wurden obdachlos. Obwohl die Erdbeben als die tödlichste Katastrophe in der Geschichte Nepals gilt, haben sich die Menschen dort Stück für Stück wieder Existenzen aufgebaut und sich langsam von den traumatischen Erlebnissen im Jahr 2015 erholt. Nun stürzte Corona die Bevölkerung in eine Existenzkrise. Mit Ausbruch der Pandemie ist der Tourismus komplett zum Erliegen gekommen, tausende Nepalesen sind arbeitslos und die Regierung erliess mehrere Lockdowns. Tagelöhner, die in Kathmandu und den anderen größeren Städten täglich ums Überleben kämpfen, sind jetzt Angst und Hunger hilflos ausgesetzt. Gewohnt daran, täglich kleine Arbeiten in der Umgebung zum Broterwerb und Leben zu haben, gibt es jetzt nicht die geringste Chance Geld zu verdienen und die Familie durchzubringen. Die Folgen der Corona Krise sind für die Bevölkerung in Nepal weitaus schlimmer als nach der Erdbebenkatastrophe 2015. Darüber hinaus ist die politische Situation instabil, Hilfe von Seiten der Regierung kommt bei der Bevölkerung nicht an. Umso wertvoller und wichtiger ist die Arbeit von kleinen Hilfsorganisationen, die direkt Hilfe vor Ort leisten.

Unserem Verein war es ein Anliegen, auch die bedürftigen Menschen in der Hauptstadt Kathmandu Continue reading »

Eine warme Mahlzeit

Artikel vom 07.10.2020, Oberberg Aktuell
Wiehl – Der Wiehler Verein Re:Help ermöglicht mit einer Spende 36.000 Mahlzeiten für bedürftige Menschen in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu.

Seit 2013 realisiert der von Renate Kotz in Wiehl gegründete Verein Re:Help verschiedene Bildungsprojekte in Nepal. „Mit Ausbruch der Pandemie ist der dortige Tourismus komplett zum Erliegen gekommen. Tausende Nepalesen sind arbeitslos. Die Folgen der Corona Krise sind für die Bevölkerung weitaus schlimmer als nach der Erdbebenkatastrophe 2015“, schildert Kotz.

    

Nach einem persönlichen Austausch von Kotz mit Marianne Großpietsch, Gründerin des Dortmunder Vereins Shanti Leprahilfe (www.shanti-leprahilfe.de), beschloss Re:Help, die Initiative des Vereins zu unterstützen. Shanti ist seit über 28 Jahren in Nepal aktiv und betreibt dort unter anderem in Nepals Hauptstadt Kathmandu eine Armenküche. Neben sauberem Trinkwasser gibt der Verein dort täglich etwa 1.200 Essen für bedürftige Menschen aus. Mit einer Spende in Höhe von 6.000 Euro ermöglicht Re:Help die Ausgabe von 36.000 Mahlzeiten. „Diese werden in vier Slums Kathmandus unter den Ärmsten der Armen verteilt“, so Kotz. Darüber hinaus ist der Verein nach wie vor im abgelegenen Bergdorf Rapcha aktiv. So finanzierte der Wiehler Verein den Neubau eines Kindergartens. Aktuell ermöglicht Re:Help den Bau einer Mädchenunterkunft für Schülerinnen, die einen sehr langen Schulweg zu bewältigen haben.

Im Namen von Shanti Leprahilfe und Re:Help bedanken wir uns  bei allen Spenderinnen und Spendern für die grossartige, finanzielle Unterstützung! Jeder Spendeneuro fliesst zu 100% in unsere Projekte.

Eine Pandemie und ihre Folgen….

Seit der Öffnung Nepals für ausländische Touristen (1950er Jahre) hat die Tourismusbranche noch nie eine solche Katastrophe erlebt. Seit März ist der Tourismus komplett zum Erliegen gekommen und tausende Nepalesen sind arbeitslos. Die Folgen der Corona Krise sind weitaus schlimmer als nach der Erdbebenkatastrophe 2015. Bislang wurden in Nepal 48138 SARS-CoV-2-Erkrankungen nachgewiesen. Aber die Menschen haben viel mehr Angst davor zu verhungern, als an Corona zu erkranken. Die strikten Massnahmen der Regierung, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, stossen bei einem Teil der Bevölkerung auf Missfallen. Daher versammelten sich letzte Woche rund 800 Demonstranten in Lalitpur, um gegen Nepals strenge COVID-19-Auflagen zu demonstrieren. Jedoch steigt die Zahl der Corona- Erkrankungen täglich und die Krankenhäuser sind schon lange am Limit. Am Flughafen Kathmandu soll der internationale Flugbetrieb in wenigen Tagen wieder aufgenommen werden. Allerdings werden nur wenige Flüge stattfinden und diese sind Nepalesen, Diplomaten und Vertretern von grossen, internationalen Hilfsorganisationen vorbehalten. Touristen ins Land zu lassen ist bis auf Weiteres nicht vorgesehen. Das bedeutet, dass nun auch die Herbstsaison ausfallen wird und die Menschen weiterhin ohne Einkommen sein werden. Es ist eine Tragödie unmenschlichen Ausmasses und viele Nepalesen sehen als einzigen Ausweg den Suizid. Darunter Mütter, die aus purer Verzweiflung auch die Kinder mit in den Tod nehmen. Laut der nepalsischen Tageszeitung „Kathmandu Post“ begingen während des Lockdowns im März, April und Mai etwa 1200 Menschen in Nepal Suizid.

Das Einreiseverbot für Touristen trifft auch die Bevölkerung von Rapcha hart, denn viele Dorfbewohner verdienten sich als Träger, Köche oder Guides ein existenzsicherndes Zusatzeinkommen. Dazu kommt bei vielen eine Schuldenlast, da nach der Erdbebenkatastrophe im Jahr 2015 die meisten Häuser entweder aufwändig saniert oder teilweise neu aufgebaut werden mussten. Nun muss mit dem Wenigen, das die Ernte hergibt die gesamte Familie ernährt werden.

Wie uns Erzieherin Narmaya Rai aus Rapcha berichtete, wird nun auch die Bevölkerung in den dünn besiedelten Gegenden auf COVID-19 getestet. Dafür musste sie gemeinsam mit anderen Dorfbewohnern den beschwerlichen und langen Fußmarsch nach Phaplu in Kauf nehmen. Wann die Test ausgewertet werden und wie sicher das Testergebnis sein wird, konnte man uns bis jetzt nicht sagen.

Der Bauarbeiten der Mädchenunterkunft wurden aufgrund des Lockdowns eingestellt. Wann die Handwerker den Innenausbau weiterführen dürfen, ist derzeit nicht bekannt. Mit der Eröffnung des Gebäudes hat es aber keine Eile, denn die Schulen in Nepal sind seit März geschlossen und es ist bisher nicht absehbar, wann ein Schulbetrieb wieder möglich sein wird. Zu gerne wären wir wie geplant im Oktober nach Rapcha gereist, um das Gebäude einzuweihen und uns mit der Dorfgemeinschaft auszutauschen.  Das Gesundheits-Camp, welches im selben Zeitraum hätte stattfinden sollen, wurde auf nächstes Jahr verschoben. Wir hoffen, dass die Menschen in Nepal zuversichtlich bleiben, es fällt ihnen aber zusehends schwer, da kein Ende der aussichtlosen Lage in Sicht ist. Nach der Erdbebenkatastrophe mussten sie rausgehen, den Schutt wegräumen und ihre Häuser wieder bewohnbar machen. Jetzt in der Coronakrise heisst es „warten“ auf bessere Tage, die hoffentlich bald kommen  werden.

Neuigkeiten aus Nepal

Sehr geehrte/r Spender/in, liebe Vereinsmitglieder!

Seit unserem letzten Newsletter ist viel passiert und so manches ist eingetreten, womit niemand gerechnet hat. Kannten wir das Tragen einer Gesichtsmaske bisher nur aus Kathmandu, ist es nun zu einem Stück Normalität für uns in Europa geworden. COVID-19 machte auch vor Nepal nicht Halt und hat auch dort zu tiefen Einschnitten in den Alltag der Nepalesen geführt.

Re:Help Projektkoordinator Pancha Rai berichtet uns regelmässig über die Auswirkungen von COVID-19 in seinem Heimatland und auf unser Vereinsprojekt „Bau der Mädchenunterkunft in Rapcha“.

Um die Ausbreitung des Corona Virus einzudämmen, wurde am 23.03.2020 eine Ausgangssperre über das gesamte Land verhängt. Seit dem 24.03.2020 ist der internationale Flughafen gesperrt, es durften nur noch Rückholflüge für Ausländer abgefertigt werden. Der Lockdown wurde mehrmals verlängert und soll bis mindestens zum 14. Juni 2020 andauern. Derzeit (Stand WHO vom 01.06.2020) gibt es 1572 Personen, bei denen COVID-19 nachgewiesen wurde. Da aber nur sehr wenige Menschen getestet werden, liegt die Dunkelziffer der Infizierten wohl weitaus höher. Es gibt momentan nur ein einziges Labor in Kathmandu, welches die Tests auswerten kann. Im gesamten Land gibt es ca. 440 Intensivbetten. Die Maßnahmen der Regierung legte das gesamte öffentliche Leben lahm. Einzig allein die Shops Continue reading »

Nepal verlängert Ausgangssperre

Gestern erhielten wir einen Anruf von unserem Projektkoordinator Pancha Rai. Auch er ist an die strengen Regeln der Ausgangssperre gebunden und sitzt seit Wochen mit seiner Familie in seinem Haus in Kathmandu. Wie die nepalesische Regierung bekannt gab, wurde die Ausgangssperre bis mindestens zum 27. April verlängert.

Um die Ausbreitung des Corona Virus einzudämmen, wurde am 23.03.2020 eine Augangssperre über das gesamte Land verhängt. Seit dem 24.03.2020 ist der internationale Flughafen gesperrt, es dürfen nur noch Rückholflüge für Ausländer abgefertigt werden. Continue reading »