Sehr geehrte/r Spender/in, liebe Vereinsmitglieder!
Wir freuen uns, dass wir Ihnen wieder viele gute Neuigkeiten aus Nepal berichten dürfen. Die Projektreise von Renate Kotz war mit Hilfe unseres nepalesischen Projektkoordinators Pancha Rai ein voller Erfolg.*
Der erste Weg nach ihrer Ankunft im Dorf führte zur Baustelle der neuen Schüler-Sanitäranlage, welche von unserem Verein finanziert wird. Die alte Toilettenanlage war über 50 Jahre alt und die hygienischen Zustände katastrophal und nicht mehr tragbar. Seit Januar wird an dem neuen Gebäude gebaut, ca. € 35.000,- investiert unser Verein dafür. Die Inbetriebnahme wird voraussichtlich Ende Dezember erfolgen. Diese Art von modernem Sanitärgebäude ist in der Region noch ziemlich unbekannt. Die Ausstattung ist für nepalesische Standards sehr hochwertig. Unser Projektkoordinator Pancha musste für die Installation der Rohre und Abflüsse einen Fachmann aus Kathmandu kommen lassen, da keiner von den örtlichen Gewerken damit Erfahrung hat.
Doch nicht nur der Besuch der Baustelle stand beim kurzen Aufenthalt in Rapcha auf der Agenda. Es folgten diverse Besprechungen mit den unterschiedlichsten Komitees sowie ein buntes Willkommensprogramm der Shree Basakhali Secondary School. Bei strahlend blauem Himmel und schönstem Sonnenschein präsentierten die SchülerInnen traditionelle Tänze.
Beim Besuch im von Re:Help finanzierten Kindergarten kam unser Team nicht mit leeren Händen, denn zuvor hatten Pancha und Renate Kotz in Kathmandu reichlich eingekauft. Es mangelt an so vielen Dingen, deren Vorhandensein für uns selbstverständlich sind. Papier, Bastelmaterial, Scheren, Bücher und vieles andere sind Mangelware. Ausserdem wurden auch reichlich warme Socken an die Kinder verschenkt, welche die fleissigen Damen des Stricktreffs Bergneustadt bereitgestellt hatten. Das Strahlen in den Gesichtern der Kinder als die Geschenke überreicht wurden, bleibt unvergesslich.
Beim Meeting mit dem Management Team der beiden, von Re:Help finanzierten, Schülerunterkünfte erfuhr die Vereinsgründerin, dass sich die SchülerInnen alle sehr gut eingelebt hatten und die Zusammenarbeit mit „Stay at School“, welche die beiden Hostels betreibt, nach wie vor reibungslos läuft. „Stay at School“ schickt alle drei Monate einen finanziellen Zuschuß in Höhe von rd. € 900,- pro Hostel, um die laufenden Ausgaben mitabzudecken. Für Sonderausgaben wie z.B. Hefte, Stifte, Zahnpasta, Seife, etc. ist jedoch kein Budget übrig und oft bezahlen die LehrerInnen diese Dinge für die Kinder. Weil wir um diese Problematik wissen, hatte Renate Kotz einen Spendenscheck für die Hostels in Höhe von € 2.000,- dabei, damit u.a. diese Dinge für die SchülerInnen gekauft werden können, wenn Bedarf besteht. Im weiteren Gespräch bemängelte Betreuungslehrer Jeevan die Faulheit der Jungs, wenn es ums Lernen ging. Aber er versucht sein Bestes, um die Schüler zum Lernen zu motivieren. Betreuungslehrerin Dolma hat hingegen keine Probleme damit. Sie meinte, die Schülerinnen wären allesamt sehr fleissig.
Bei weiteren Meetings mit den Management-Teams der örtlichen Grundschule sowie auch der Shree Basakhali Secondary School (SBSS) gingen diese nicht leer aus. Sie erhielten von Re:Help jeweils einen Spendenscheck in Höhe von je € 2.000,- für den Kauf wichtiger Unterrichtsmaterialien. Auch dort mangelt es an für uns so selbstverständlichen Dingen wie z.B. Bücher, Lehrmaterial, Hefte, Stifte,…
Ein wichtiger Termin von Renate Kotz war das Treffen mit dem örtlichen Nothilfeclub RBC. Dieser Verein sammelt Spenden für einen Nothilfefond, welcher den Einwohnern von Rapcha zugutekommt. Dies betrifft hauptsächlich den Bereich der medizinischen Notfallversorgung. Aufgrund der schlechten Infrastruktur ist es nicht möglich, schnell medizinische Hilfe zu leisten. In Nepal gibt es keine staatliche Krankenversicherung beziehungsweise generell kein staatliches Gesundheitssystem, daher müssen die Nepalesen sämtliche Kosten für Behandlungen und Transport selber bezahlen. Von Rapcha aus sind es etwa zehn bis zwölf Stunden Fußmarsch bis zum nächsten Krankenhaus, welches sich in Phaplu befindet. Vielen Patienten ist das nicht zumutbar. Um die wichtige Arbeit des RBC zu unterstützen finanziert Re:Help einen Geländewagen, welcher für Krankentransporte genutzt werden kann. Da es sich dabei um ein spezielles Fahrzeug handelt, welches die äusserst schwierigen Strassenverhältnisse vor Ort bewältigen muss, rechnen wir mit Kosten in Höhe von ca. € 45.000,-. Ausserdem wurde noch ein Spende in Höhe von € 1.000,- an den lokalen Verein überreicht.
Liebe/r Spender/in, liebe Vereinsmitglieder!
Mit einem Gefühl allergrösster Dankbarkeit wünschen wir Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen ein gesegnetes Weihnachtsfest und von Herzen alles Gute im neuen Jahr. Möge es erfüllt sein mit Glück, Freude und Zuversicht. Danke, dass Sie den Menschen in Rapcha Hoffnung spenden und es uns durch Ihre großartige, finanzielle Unterstützung möglich ist, dort Hilfe zu leisten, wo sie dringend benötigt wird. Wir und die Shanti Leprahilfe (www.shanti-leprahilfe.de) freuen uns über jede Spende und danken Ihnen für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit!
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Re:Help Team
*alle Reisekosten wurden wie immer mit privaten Mitteln finanziert









